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Welche Band hat Bohemian Rhapsody gesungen?

Veröffentlicht 10. März 2025 Aktualisiert 10. Juni 2026

Welche Band hat Bohemian Rhapsody gesungen?

„Bohemian Rhapsody" ist eines der bekanntesten Lieder der Rockgeschichte – gesungen und aufgenommen von der britischen Band Queen. Das Stück erschien im Oktober 1975 als Single und auf dem Album A Night at the Opera. Mit über 2,8 Milliarden Streams allein auf Spotify (Stand: 2025) ist es der meistgestreamte Song des 20. Jahrhunderts und gilt als kulturelles Welterbe der Popmusik.

Welche Band hat Bohemian Rhapsody gesungen?

Queen: Die Band hinter dem Song

Queen wurde 1970 in London gegründet. Die klassische Besetzung, die „Bohemian Rhapsody" einspielte, bestand aus vier Mitgliedern:

  • Freddie Mercury (Gesang, Klavier) – Autor des Songs und charismatischer Frontmann der Band
  • Brian May (Gitarre) – auch Astrophysiker und bis heute aktives Mitglied
  • Roger Taylor (Schlagzeug) – ebenfalls noch aktiv mit Queen
  • John Deacon (Bass) – zog sich nach Mercurys Tod weitgehend aus dem Musikgeschäft zurück

Die Idee zum Bandnamen stammte von Freddie Mercury persönlich. Queen entwickelte sich in den 1970er und 1980er Jahren zu einer der einflussreichsten Rockbands der Welt, bekannt für bombastische Bühnenauftritte und einen unverwechselbaren Musikstil, der Rock, Oper, Pop und Hardrock miteinander verband.

Entstehung von „Bohemian Rhapsody"

Freddie Mercury begann erste Ideen zum Song bereits Ende der 1960er Jahre zu skizzieren, als er noch Student am Ealing Art College in London war. Er arbeitete mit losen Textfragmenten auf Notizzetteln und bezeichnete den Entwurf intern zeitweise als „The Cowboy Song" – vermutlich wegen der Zeile „Mama, just killed a man".

Die eigentlichen Aufnahmen begannen am 24. August 1975 im Rockfield Studio in Monmouth, Wales. Zuvor hatte die Band das Stück in Penrhos Court, Herefordshire, über mehrere Wochen intensiv geprobt. Das Ergebnis war technisch wie musikalisch für die damalige Zeit außergewöhnlich: Mercury, May und Taylor sangen ihre Vokalparts täglich zehn bis zwölf Stunden am Stück, sodass insgesamt 180 separate Gesangsüberspielungen entstanden. Hinzu kamen vier weitere Studios für die Nachbearbeitung.

Aufbau und Stil: Ein Song, der keine Regeln kannte

„Bohemian Rhapsody" lässt sich keinem einzigen Genre zuordnen – das war 1975 radikal ungewöhnlich. Der Song gliedert sich in mehrere klar erkennbare Abschnitte:

  • A-cappella-Intro: „Is this the real life? / Is this just fantasy?"
  • Balladenpart: ruhige, piano-getragene Strophen
  • Opernatischer Mittelteil: mit klassischen Figuren wie „Galileo", „Bismillah" und „Scaramouche"
  • Hard-Rock-Passage: mit verzerrten Gitarren und druckvollen Drums
  • Coda: langsames, ruhiges Ausklingen

Das Plattenlabel zögerte zunächst, den über sechsminütigen Track als Single herauszubringen – Singles sollten damals nicht länger als drei Minuten sein. Queen bestand auf der Veröffentlichung. Der britische DJ Kenny Everett, ein Freund von Mercury, spielte das Lied an einem einzigen Wochenende vierzehnmal im Radio – und löste damit eine Nachfragewelle aus, die alle Zweifel beseitigte.

Erfolg und Chartgeschichte

„Bohemian Rhapsody" stieg auf Platz 1 der britischen Charts und hielt die Spitzenposition neun Wochen lang – darunter als Weihnachtsnummer eins 1975. In Deutschland, Österreich und der Schweiz erreichte der Song ebenfalls Spitzenpositionen. Eine zweite Chartphase erlebte das Lied nach dem Tod von Freddie Mercury im November 1991: Es kehrte erneut auf Platz 1 in Großbritannien zurück.

Im Jahr 2022 wurde „Bohemian Rhapsody" vom National Recording Registry der Library of Congress als „kulturell, historisch und ästhetisch bedeutsam" in die offizielle US-Aufzeichnungsliste aufgenommen.

Freddie Mercury und sein Erbe

Freddie Mercury, geboren 1946 als Farrokh Bulsara auf Sansibar (heute Tansania), gilt als einer der größten Rocksänger aller Zeiten. Er starb am 24. November 1991 in London an den Folgen einer HIV-Infektion. Kurz zuvor hatte er öffentlich seine Erkrankung bekanntgegeben.

Nach seinem Tod führten Brian May und Roger Taylor Queen in wechselnden Besetzungen weiter – seit 2012 mit dem Sänger Adam Lambert als Frontstimme für Live-Auftritte. John Deacon zog sich vollständig aus dem Musikbusiness zurück.

Der Kinofilm „Bohemian Rhapsody" (2018)

Im Jahr 2018 erschien ein gleichnamiger Kinofilm, der Queens Aufstieg und Mercurys Lebensgeschichte nachzeichnet. Rami Malek spielte Freddie Mercury und gewann für seine Darstellung den Oscar als bester Hauptdarsteller. Der Film war trotz gemischter Kritiken ein weltweiter Kassenerfolg und brachte eine neue Generation von Fans zu Queens Musik.

Häufig gestellte Fragen

Wer hat „Bohemian Rhapsody" geschrieben?

Den Song schrieb Freddie Mercury, der Sänger und Pianist von Queen. Die ersten Ideen entwickelte er bereits Ende der 1960er Jahre; die vollständige Version wurde 1975 aufgenommen.

Wann wurde „Bohemian Rhapsody" veröffentlicht?

Die Single erschien am 31. Oktober 1975 in Großbritannien. Sie war Teil des Albums A Night at the Opera, das im November 1975 herauskam.

Wie oft wurde „Bohemian Rhapsody" gestreamt?

Stand 2025 verzeichnet der Song über 2,8 Milliarden Streams allein auf Spotify und ist damit der meistgestreamte Song des 20. Jahrhunderts.

Singt Queen „Bohemian Rhapsody" noch live?

Ja, Queen tritt seit 2012 mit dem Sänger Adam Lambert live auf und spielt „Bohemian Rhapsody" regelmäßig als Höhepunkt ihrer Konzerte.

Was bedeutet der Titel „Bohemian Rhapsody"?

Freddie Mercury hat den Titel nie offiziell erklärt. „Bohemian" verweist vermutlich auf einen ungebundenen, künstlerischen Lebensstil; „Rhapsody" ist ein musikalischer Begriff für ein freies, mehrteiliges Instrumentalstück. Zusammen beschreibt der Titel den unkonventionellen, regelsprengenden Charakter des Songs.

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